Dieser Naturraum prägt das Landschaftsbild Deutschlands auf mehr als der Hälfte der Gesamtfläche. Die Feldflur entstand in einem langen Prozess der Umwandlung von geschlossenen Wäldern in eine strukturreiche Offenlandschaft zum Zwecke der extensiven landwirtschaftlichen Nutzung. In der sich im Laufe von Jahrhunderten verändernden Landschaft ergaben sich neue Lebensbedingungen, auch für hier ehemals nicht vorkommende Arten. So wanderten auch Feldhase und Rebhuhn, neben vielen anderen Arten, erst vor 2000 Jahren aus östlichen Steppengebieten in die nun offene Landschaft Mitteleuropas ein.



An den typischen Bewirtschaftungsformen der Bauern in der Feldflur, die quasi urökologisch im Einklang mit der Natur und unter Nutzung der biologischen Kreisläufe arbeiteten, änderte sich Jahrhunderte lang fast nichts.


Feldflur um 1900

Hier finden Sie eine interaktive Animation des Lebensraums und seiner Bewohner.

 

Feldflur heute: „Geprägt durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung mit signifikanten, wissenschaftlich belegten Auswirkungen auf die Artenvielfalt.“
(Quelle: Weltnaturschutzunion IUCN)

Feldflur heute

Die Leistungen der Bauernschaft zur Welternährung sollen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Ohne sie bliebe der Kühlschrank leer. Der Ruf des verantwortungsvollen Landwirts sollte aber nicht, wie in letzter Zeit geschehen, ständig von Katastrophenmeldungen geschmälert werden. BSE, Dioxin, EHEC aber auch die Gentechnik waren und sind allesamt hausgemacht und Resultat Einzelner und deren Gedanken, dass alles technisch machbar ist. Die Abkehr von diesem Irrweg würde uns allen und der Artenvielfalt nutzen.

Diese Internetpräsenz soll dazu beitragen, diesen anderen Weg einzuschlagen!